Lazy Load: Websites und Bilder auf der Überholspur

Bilder verursachen Ladezeit. Wir sprechen nicht nur von Datenmenge, sondern auch von HTTP-Anfragen: jedes einzelne Bild verursacht eine neue HTTP-Anfrage, welche den Seitenaufbau verlangsamen. Statistiken zeigen, das eine Website oftmals geschlossen wird, bevor sie überhaupt geladen ist. Warum? Zu lange Ladezeit. Lazy Load hilft (nicht nur) diese Gegebenheit erfolgreich zu umgehen.

Was ist Lazy Load?

“Lazy Load” ist die Bezeichnung für eine Technik, Bilder erst dann zu laden, wenn sie gebraucht werden. Dein Besucher scroolt also über deine Website und sobald ein Bild im Viewport (der sichtbare Bereich deiner Website im Browser) erscheinen soll, wird es geladen. Nicht schon beim Seitenaufrauf.

Alternativ gibt es Lösungen, welche Bilder schon dann laden, wenn sie kurz vor dem Viewport sind. Beispielsweise 100 oder 200 Pixel. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird dein Besucher das Bild also gleich sehen wollen – Du hat also einen kleinen zeitlichen Vorsprung das Bild schon zu laden.

Warum ist Lazy Load wichtig?

User-Experience

Die Benutzererfahrung (neudeutsch User-Experience) wird durch Lazy Load steigen, da deine Website schlanker ist und schneller lädt. Fühlen sich die Besucher auf deiner Website wohl, bleiben sie länger und empfehlen sie öfters weiter. Bleiben sie länger, passiert was? Sie können deine Website besser erforschen, lesen mehr Inhalte und Du wirst somit relevanter für Google. Wenn deine Besucher deine Website empfehlen, passiert was? Doofe Frage…

Site-Speed

Google wird registrieren, das deine Website wesentlich schlanker ist, was nur von Vorteil ist. Google hat bereits mehrmals betont, das schlanke, schnell ladende Websites bevorzugt werden. Sicher, das ist nur ein Faktor, um in den SERPs zu steigen, aber es ist einer. Wieder einer. Und sei es nur ein Kleiner. Und demnächst optimierst Du den nächsten Punkt. Dann ist es wieder einer. Am Ende hast Du eine High-Performance-Website. Tut das alles Not? Frage Dich, was deine Mitbewerber alles tun und ob Du besser dastehen willst. Sodann, alles klar.

Traffic, Traffic, Traffic!

Ebenso erwähnenswert ist der Trafficverbrauch deines Servers. Der wird nämlich sinken. Ebenso der Trafficverbrauch jener Besucher. Bei Flatrates am Home-PC mag das noch irrelevant sein. Nicht aber unbedingt, wenn sie mit Mobilgeräten deine Website besuchen.

Und wenn die Trafficdrosseln der Internetrprovider erst einmal eingeführt sind oder diverse Netzagenturen entscheiden welche Websites bevorzugt schnell ausgeliefert werden, spätestens dann solltest Du Dir Gedanken machen, wie Du deine Website möglichst schlank hältst.

Die Zeit kommt, in welcher 80000er-DSL-Leitung zzgl. Flatrate und uneingeschränkter Nutzung der Vergangenheit angehören. Besser Du bereitest Dich schon jetzt darauf vor, statt später das böse erwachen zu bekommen.