Viele Fans bei Facebook sind nicht alles – der EdgeRank zählt!

Fans kaufen ist (teilweise) scheinbar sehr beliebt – die Anbieter sprießen schon lange wie Pilze aus dem Boden. Wer glaubt, so die Reichweite seiner Facebook-Fanpage erhöhen zu können, ist jedoch auf dem Holzweg. Fans kaufen ist sogar kontraproduktiv. Warum ich von Fans kaufen abrate und welche Auswirkungen das auf den EdgeRank hat? Das zeigt dieser Artikel.

Zuvor muss klar sein, was der EdgeRank überhaupt ist

EdgeRank ist die Klassifizierung seitens Facebook, wie beliebt, wie interessant eine Fanpage (oder anderer Inhalt) bei Facebook ist. Dieses Ranking wird durch verschiedene Eigenschaften beeinflusst. Das wären:

  • Gesamtzahl der Seitenaufrufe
  • Anzahl der Seitenaufrufe verschiedener Benutzer
  • Virale Verbreitung und dessen Wirkung
  • Organische Verbreitung
  • Bezahlte Seitenaufrufe
  • Engagement der Besucher
  • Wieviel geklickt wird
  • Wieviel geteilt wird
  • Wieviel geliked wird
  • Anzahl der Kommentare
  • Virale Tätigkeit der Benutzer

Ein hoher EdgeRank ist besser als ein niedriger. Nun ist weitestgehend bekannt, das die Inhalte der eigenen Page nicht immer den Fans angezeigt werden. Facebook entscheidet nämlich, wie relevant es ist. Diese Relevanz ist an den EdgeRank gekoppelt. Besitzt die Fanpage also einen niedrigen EdgeRank, werden die Inhalte nur wenig auf die Startseiten oder den Stream an der Seite geliefert.

Jetzt sind es nicht nur die einzelnen oben genannten Faktoren an sich, welche einfach addiert werden. Wie genau der EdgeRank sich berechnet ist nicht vollende klar. Eines ist jedoch ersichtlich: es ist eine eher komplizierte Formel und keine einfach Addition. Um auf einen hohen EdgeRank zu kommen, muss also das Zusammenspiel aller Faktoren stimmen.

Nur ein Grund, warum Fans kaufen schädlich ist:

Im Resultat ist es also kontraproduktiv viele Fans zu haben, wenn diese sich nicht auch einbringen. Dadurch wird Facebook nämlich suggeriert, das die Inhalte der Page nicht interessant wären, weil nur der kleinste Teil darauf reagiert. Ja, gekaufte Fans tätigen im Regelfall nämlich so gut wie keine Interaktion mit der Seite. Ist auch verständlich: der Klick kam aufgrund einer Bezahlung zu Stande, nicht aus Interesse. Wenn der gekauft Fan sogar die Sprache der Fanpage nicht versteht oder gar komplett ein Fake-Account ist, dann ist das Resultat wohl mehr als klar.

Noch einen Schritt weiter

Wer nun seine Page mit zahllosen uninteressierten „Fans“ „bereichert“, senkt das Verhältnis von Fans zu Beteiligung. Als Folge sinkt der Edgerank und die Inhalte werden sogar den wirklich interessierten Fans weniger oft auf der Startseite angezeigt. Toll, oder? Die Folge davon ist, das sich der Traffic, welcher über Facebook für die eigene Fanpage oder die Website generiert wird, sogar sinkt. Hat man sich erstmal eine ordentlich Schaufel an uninteressierten Fans aufgeladen, bedarf es einige Zeit und viel Engagement, dies wieder auszugleichen. Theoretisch wird sowas einem immer anhaften bleiben, denn man hat immer einen Anteil an „Fans“, welcher nicht aktiv ist. Dieser senkt also wahrscheinlich bis in alle Ewigkeit den EdgeRank. Happy Helloween!

Ich finde es amüsant!

Wie so oft zeigt sich, das man mit Mogeln nicht weiter kommt. Ganz davon abgesehen ist ein Kauf von Fans laut Facebook verboten und kann sanktioniert werden. Sogar die Sperrung der Fanpage kann das Resultat sein. Es erinnert mich an die vielen Suchmaschinenoptimierer, welche dem Kunden sensationelle Platzierungen versprechen und am Ende fliegt die Website des Auftraggebers komplett auch dem Index der Suchmaschine, weil der „Optimierer“ unsaubere Mittel angewandt hat.

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